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Haiti wurde im Januar von einem der schwersten Erdbeben mit der Stärke 7,0 erschüttert. Neben vielen Gebäuden wurde auch der Präsidentenpalast fast vollständig zerstört. Nachdem das Land seit 1994 von schweren Erdbeben verschont worden war, wurde es jetzt schwer getroffen. Nach Angaben aus Regierungskreisen seien durch das Beben nicht nur die meisten Gebäude getroffen worden, auch die Gefängnisse des Landes wurden fast dem Erdboden gleichgemacht. Laut Aussage der Gefängnisleitung saßen dort zu diesem Zeitpunkt rund 4000 Häftlinge ein, viele davon waren zu lebenslänglich verurteilt worden. Journalisten durften sich davon überzeugen, dass keine Insassen mehr vor Ort waren.
Vergleicht man die Opferzahlen von diesem Erdbeben mit früheren Erdbeben, dann handelt es sich um das schwerste Beben in der Geschichte von Süd- und Nordamerika. Aber es war auch gleichzeitig das weltweit verheerendste Beben, des 21. Jahrhunderts.
Ein Ereignis, das die ganze Welt in Erstaunen setzte, war die Rettung eines kleinen Mädchen, drei Tage verschüttet war. Helfer zogen das zweijährige Mädchen aus den Ruinen heraus und freuten sich mit Menschen auf der ganzen Welt, über die gelungene Rettung.
Heute zwei Monate nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti plant die Regierung einen neuen Aufbau für das zerstörte Land.
Doch die akute Not in Land wird sich nicht so schnell beseitigen lassen. Inzwischen ist das Trinkwasser sehr knapp und noch immer gibt es Menschen, die verschüttet sind. Zwar werden weltweit Hilfs- und Nahrungsmittel sowie Medikamente gesammelt und nach Haiti geschickt. Aber die zerstörte Infrastruktur verhindert, dass die Flugzeuge direkt in Haiti landen können. Sie müssen stattdessen im Nachbarstaat landen, was natürlich eine zeitliche Verzögerung mit sich bringt.
Aber, wo viel Licht ist, auch viel Schatten. Gerade in solchen Krisensituationen wie dem Erdbeben in Haiti zeigt sich die Hilfsbereitschaft der Menschen in aller Welt. Das Deutsche Rote Kreuz meldete beispielsweise, dass es zwei Monate nach dem verheerenden Beben einen sehr starken Zulauf von Menschen gab, die alle bereit waren, nach Haiti zu fliegen, um zu helfen. Darunter waren über 600 Ärzte, Hebammen, Techniker und Schwestern sowie, viele Vertreter anderer Berufsgruppen.
Es war lange dauern, bis das Land sich von dieser Naturkatastrophe erholt hat.
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